Alter Mann, was tust du?

Lear

Aribert Reimann
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Ein Sturm zieht auf! Aribert Reimanns überwältigende Klassiker-Vertonung Lear kehrt zurück an die Komische Oper Berlin, wo schon Harry Kupfer und Hans Neuenfels den großen Stoff vom alten König inszenierten. Im Flughafen Tempelhof zeigt nun Barrie Kosky bildgewaltig, wie sich über Shakespeares erschütternder Vaterfigur ein Gewitter der Machtgeilheit entlädt.

König Lear schleppt sich dem Tod entgegen. Sein Reich will er unter seinen drei Töchtern aufteilen, wobei jene den größten Teil erhalten soll, die den Vater am meisten liebt. Während Goneril und Regan einander in Liebesschwüren übertrumpfen, kämpft Cordelia, die jüngste, nicht um ihren Anteil. Sie, die den Vater ehrlich liebt, verweigert den Wettstreit und trifft ihn gerade damit schwer.
I.

König Lear will sein Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen und fordert dafür von jeder eine öffentliche Liebeserklärung. Während Goneril und Regan einander in Schmeicheleien überbieten, kämpft Cordelia, die jüngste, nicht um ihren Anteil. Sie, die den Vater ehrlich liebt, verweigert den Wettstreit und trifft ihn gerade damit schwer. Lear verstößt seine Lieblingstochter und verheiratet sie ohne Mitgift an den König von Frankreich. Der Graf von Kent wird verbannt, als er versucht, Lear zur Vernunft zu bringen. Unterdessen intrigiert Edmund, der uneheliche Sohn des Grafen von Gloster, gegen seinen bevorteilten Halbbruder Edgar. Durch eine List gelingt es ihm, seinen Vater gegen Edgar aufzubringen. Edgar flieht und gibt sich fortan als verrückter Bettler Tom aus.
Oper in zwei Teilen nach William Shakespeare
eingerichtet von Claus H. Henneberg [1978]
Premiere am 16. September 2026
Empfohlen ab Klasse 10
Deutsch
2 h 20 min, keine Pause
Kurzeinführung 45 min vor Vorstellungsbeginn im überdachten Outdoor-Foyer

In der Vorstellung kommen Stroboskop-ähnliche Lichteffekte, Bühnennebel sowie laute Knalleffekte zum Einsatz. Gehörschutz ist kostenfrei beim Abenddienst erhältlich.

Nächste Termine und Besetzung

Flughafen Tempelhof – Hangar 4

Columbiadamm 10
12101 Berlin
So
20. Sep 2026
19:30
Di
22. Sep 2026
19:30
Do
24. Sep 2026
19:30
Sa
26. Sep 2026
19:30
Di
29. Sep 2026
19:30
Do
1. Okt 2026
19:30
Sa
3. Okt 2026
19:30

Gefördert von

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Shortcast zu »Lear«

#KOBLear

17. September 2026
»Die musikalische Leitung hat Nicholas Carter, und der weiß wirklich mit dieser Musik umzugehen an diesem Ort. Großes Orchester, aber es gibt noch mal eine eigene Bühne für das Schlagwerk… Das hat dieser Musik eine treibende, eine energische Kraft gegeben. Mich hat es musikalisch unglaublich mitgerissen… das ist ungeheuer aufregende Musik. Und das hat diesen Abend wirklich getragen, zweieinhalb Stunden lang...

Das Besondere an den Barrie Kosky-Inszenierungen ist, dass er auch schauspielerisch mit den Sängerinnen und Sängern grandios arbeitet. Das Stück könnte unglaublich düster und deprimierend und trist sein. Und das ist es auch. Es ist ein deprimierender Abend, aber Kosky schafft es, da Humor reinzubringen. Er schafft es, groteske Elemente auszuspielen, emotional sehr stark. Musikalisch wie inszenatorisch ein herausragender Abend.«
André Mumot, DLF Kultur – Fazit, 16.09.2026
Oper im Hangar: Barrie Kosky inszeniert Aribert Reimanns »Lear« in Berlin
#KOBLear
17. September 2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht
Udo Badelt, Der Tagesspiegel, 17.09.2026
Das ist die Oper, die der Hangar braucht: Die Komische Oper eröffnet ihre Spielzeit mit »Lear«

#KOBLear
17. September 2026
»Ein Ereignis der Extraklasse.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear
17. September 2026
»Eine Lehrstunde in Sachen musiktheatraler Personenregie… Kosky trifft Entscheidungen, die bei allem Überzeitlichen subtil im Hier und Heute ankern. So wird Glosters flüchtiger Sohn Edgar in seiner Verkleidung als Bettler Tom zu einer queeren Figur mit BH und Glitzerhäubchen. Ein wackelig staksendes Menschenwesen, das die um die Macht im Reich streitenden Edmunds, Gonerils (Rosie Aldridge mit dem Leuchtfeuer einer Brünnhilde) und Regans (Nicole Chevaliers Strauss’scher Sahnesopran) wohl einfach zerquetschen könnten. Aber der Countertenor Aryeh Nussbaum Cohen kann nicht nur fragil wie in den erschütternden "Tom friert!"-Rufen, sondern lässt auch schon die Entschlossenheit jenes Edgar durchschimmern, der seinen Halbbruder Edmund (echter Strahletenor: Brenton Ryan) zur Rechenschaft ziehen wird.«
Janis El-Bira, Nachtkritik, 17.09.2026
Ruf ich nach Todes Rast
#KOBLear